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1:2 beim Tabellenschlusslicht

1:2 beim Tabellenschlusslicht

Beim Tabellenletzten BW Berolina Mitte verschläft Meteor fast die komplette erste Halbzeit und verliert, trotz starker zweiter Hälfte, letztendlich mit 1:2.

Unter den Blicken der Besucher des Berliner Fernsehturms – so sie denn ausreichend gute Ferngläser dabei hatten – aber auch vor den knapp 100 Zuschauern vor Ort startete Meteor zunächst mit viel Ballkontrolle in das Spiel. Die Gastgeber zogen sich tief in die eigene Hälfte zurück und warteten auf Ballverluste der Meteoriten, um dann durch schnelle Konter die Gäste zu überraschen. Bis zur 21 Minute passierte dabei aber wenig Aufregendes auf beiden Seiten. Dann gab es einen Freistoß für die Heimmannschaft auf der linken Seite in der eigenen Hälfte. Schnell ausgeführt landete dieser rechts bei dem am Strafraum Meteors völlig blankstehenden Jason Voigt, der anschließend vor keinen großen Herausforderungen mehr stand, das 1:0 für Berolina zu erzielen. Ein Tor komplett aus dem Nichts. Das führte aber dazu, dass die Gastgeber nun Oberwasser bekamen und den Meteoriten gleichzeitig nicht mehr viel gelang.

Nach einem zu kurz geratenen Rückpass von Rick Mickael Ella, war Daniel Schneidawind auf und davon, konnte aber vor dem Abschluss noch durch den stark verteidigenden Tim Riese nach außen abgedrängt werden. Die von dort geschlagene Flanke Schneidawinds köpfte Rio Werner freistehend vorbei (26.). Glück für Meteor, das die Mannschaft von Trainer Hakan Cankaya aber nur wenige Minuten später schon wieder verließ. Nachdem Meteors Hintermannschaft einen weiteren Angriff der Gastgeber nicht verteidigt bekam, drang Elias Joschua Malik Schlesinger in den Strafraum der Gäste ein, wo er letztlich von Paul Frielinghaus von den Beinen geholt wurde. Schiedsrichterin Nathalie Pansch, die das Spiel gut leitete, zeigte folgerichtig auf den Punkt. Meteor-Torhüter Selvedin Begzadic kam noch an den von Fabio Benabid nach unten links geschossenen Strafstoß heran, konnte diesen aber nicht mehr entscheidend ablenken. 2:0 für Berolina (34.).

Erst kurz vor dem Pausenpfiff kamen auch die Meteoriten zu ihrer ersten richtig guten Torgelegenheit. Einen von Jannik Jantzen geschossenen Eckball verwertete Mohammed Hamiss volley, schoss dabei aber knapp am Tor der Gastgeber vorbei. Direkt danach war Pause, die Meteors Trainerteam nutzte, um die Mannschaft neu einzustellen und auf drei Positionen zu wechseln. Und plötzlich zeigten die Gäste ein ganz anderes Gesicht. Plötzlich war man wieder im Spiel und dominierte die Gastgeber beinahe nach Belieben. Trotzdem dauerte es bis zur 76. Minute, bis die Meteoriten einmal durch die eng gestaffelte Verteidigung Berolinas durchbrechen konnten. Einen weiten Ball von „Memo“ Padilla Cross erlief der kurz zuvor eingewechselte Melikcan Sallanbas auf der rechten Außenseite und zog dann von der Strafraumgrenze ab. Torhüter Tim Wolf-Triebel hielt den Ball aber fest. Eine Minute später brachte Jannik Jantzen eine gute Flanke auf den nun im Sturm spielenden kopfballstarken Verteidiger Tim Riese, der diese dann auch gleich per Kopf auf Lennart Nerlich ablegte. Nerlich, der erst am vergangenen Wochenende seinen ersten Saisontreffer erzielen konnte, war auch dieses Mal wieder erfolgreich. Sein Abschluss aus rund 12 Metern landete unhaltbar zum 1:2 im Kasten der Heimmannschaft. Und Meteor warf nun alles nach vorne.

Angriff um Angriff rollte aufs Tor der Blau-Weißen zu. Aber zuerst zielte Sallanbas, dann Katirci zu hoch (beide 82.). Zwei Minuten später kam nach einer Ecke von Bilal Cubukcu erneut Riese zum Kopfball, Fabio Benabid klärte aber hinter seinem bereits geschlagenen Torwart. Auch Meteors letzte Chance des Spiels ergab sich aus einem Kopfball von Riese. Bereits in der Nachspielzeit schlug erneut Jannik Jantzen eine gute Flanke in den gegnerischen Strafraum. Rieses Kopfballtor wurde aber noch durch den gut reagierenden Torhüter Wolf-Triebel verhindert. Nachdem die Gastgeber dann in der neunten Minute der Nachspielzeit noch einen Konter gegen die weit aufgerückten Meteoriten liegen ließen (Pfostenschuss Jason Voigt), pfiff Schiedsrichterin Pansch ab und entließ die Gastgeber nach ihrem 2:1-Erfolg gegen Meteor in die Feierstunde. Für unsere Männer heißt es nun in dieser Woche im Training wieder alles reinzuschmeißen, um die mentalen Fähigkeiten wieder aufzubauen, damit wir im Pokalspiel am Sonntag in Spandau die nächste Runde erreichen werden.